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Am Freitag durchlebte unser Team ein Wechselbad der Gefühle. Schon kurz nach dem Aufstehen stand als eines der ersten Teams das Engineering Design Event an. In einer knappen Dreiviertelstunde hatten wir die Möglichkeit, den S3-12e den spanischen Judges vorzustellen und erhielten im direkten Anschluss ein überwiegend positives Feedback.
Um 11 Uhr Morgens stand etwas später das Cost Event an. Die zwei Cost Jugdes stellten vergleichsweise wenige Fragen zu den einzelnen Baugruppen und gaben auch hier ein sehr positives Feedback zum Real Case Scenario. Kurz vor Mittag hatten wir damit alle Statics abgeschlossen und waren bereit, unseren Rennwagen in der Testing Area die ersten Kilometer in Spanien absolvieren zu lassen. Da der Wetterbericht für Samstag und Sonntag ideales Rennwetter verspricht, entschlossen wir uns dazu, unseren Satz Regenreifen umzuziehen, um einen frischen Satz Slicks verfügbar zu haben, weshalb zwei Teammitglieder die Reifen in einer lokalen, vom offiziellen Event Handbook empfohlenen, Werkstatt zum Umziehen abgaben.
Nach einer Mittagspause im Camp und Nachladen des Akkus machten wir uns auf den Weg in die Testing Area. Nach der dort absolvierten Testfahrt fanden wir dann ein extrem ärgerliches Problem vor - im linken Hinterreifen steckte eine Schraube! Unser zweiter Satz Reifen war in diesem Moment also unbrauchbar, wir standen zu diesem Zeitpunkt ohne Reifen da.
Da eine schnelle Reparatur notwendig war, die Reifen-Werkstatt aber mehrere Stunden benötigen würde, fragten wir bei der Eventleitung nach einer Möglichkeit, die Reifen schneller umzuziehen. Nach mehr als einer halben Stunde Wartezeit gab man uns die Adresse einer Werkstatt, die informiert sei und wo wir die Reifen direkt und unkompliziert umziehen lassen könnten.
Es fuhren also wieder zwei Teammitglieder los, um den zweiten Satz Reifen umziehen zu lassen. Da die erste Werkstatt auf dem Weg lag, fuhren wir dort vorbei um den ersten Satz abzuholen und erlebten eine böse Überraschung - für das Umziehen und Auswuchten von 4 Reifen wollte man knapp 100 Euro von uns haben! Eine Intervention bei der Event Control bewirkte nach einer knappen Stunde Diskussions- und Wartezeit, dass Formula Student Spain sich an den Kosten mit 50 Euro beteiligte, da die Werkstatt im Event Handbook empfohlen wurde.
In der zweiten Werkstatt erlebten wir im Anschluss das nächste Ärgernis. Die Werkstatt wusste nur bedingt über unser Kommen Bescheid, und die englische Kommunikation verlief auch etwas problematisch. Außerdem war auch hier der Preis extrem hoch - 12 Euro pro Rad, also erneut knapp 50 Euro insgesamt. Nach erneutem Nachfragen bei der Event Control bissen wir hier aber in den sauren Apfel und bezahlten, um den zweiten Satz Reifen auch wieder einsatzbereit zu haben.
Mit zwei neuen Sätzen Reifen waren wir also am Abend wieder fahrbereit - und nach unseren Beschwerden bei der Event Control, wurde auch die Testing Area länger geöffnet, um weiteres Testen und das Anfahren der neuen Reifen zu ermöglichen. Infolge unserer Beschwerden wurde die Testing Area in der Zwischenzeit zwei Mal von den Officials gereinigt, allerdings etwas ungründlich: Bei einer von uns angeregten, von allen Teams in der Testing Area durchgeführten Reiningungsaktion wurden etliche Teile gefunden, welche nicht nur eine Gefahr für die Reifen sondern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Fahrer darstellen. Nachdem die Teammitglieder die Testing Area als sicher befunden hatten konnten wir dann endlich unsere neuen Reifen anfahren, um noch so gut vorbereitet wie möglich in die morgigen Dynamics zu starten.
Nach viel Aufregung um die Reifen- und Testing Area-Problematik waren wir am Abend wieder guter Dinge ob eines halbwegs erfolgreichen Tages. Dieser Optimismus wurde jedoch nach Bekanntgabe der Ergebnisse von Design und Cost Event wieder jäh zerstört. Im Design Event belegten wir nur Platz 10 mit enttäuschenden 74 Punkten, im Cost Event Platz 11 mit nur 55 Punkten. Verglichen mit den sehr guten Ergebnissen in Hockenheim waren wir infolge dieser Resultate enttäuscht, zumal das Feedback durchaus positiv ausgefallen war und Teams, mit denen wir in Hockenheim punktgleich abgeschnitten hatten, hier deutlich andere Punktzahlen erreicht haben.
Für die morgigen Dynamics hoffen wir nun zeigen zu können, was im S3-12e steckt und verlorene Punkte wieder aufzuholen. |